Programm 2021

Kurzprogramm 2021

VERKEHR

Mobilität ist unverzichtbar. Für viele auch das Auto, das ist uns bewusst. Doch Fußgänger und Radfahrer kommen oft zu kurz.
Deshalb legen wir in der städtischen Verkehrspolitik den Schwerpunkt auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer (m/w/d).
Und auf den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs sowie die Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsmittel.
Damit auch künftig die Mobilität stets gewährleistet ist und dabei die Belastungen des Autoverkehrs für Mensch, Umwelt und Klima abnehmen:
Zukunftssichere Mobilität.
Eine Zentrale Rolle wird der Bahnhof Kelkheim Mitte spielen, der zum modernen Mobilitätszentrum entwickelt werden muss.
Die Züge Richtung Frankfurt Hauptbahnhof werden im Viertelstundentakt verkehren und mit den anderen Verkehrsträgern verknüpft:
eine dichte Busanbindung der Stadtteile, barrierefreie Bussteige, ein direkter Zugang zu den Gleisen auch von Süden und Westen,
E-Bike-Verleih und -Ladestationen, E-Car-Sharing.
Dazu eine großzügige Unterführung für Fußgänger und Radfahrer mit einer fast autofreien Radverbindung von Fischbach in die Stadtmitte.
Attraktiv gestaltet, wird der gesamte Bereich auch städtebaulich aufgewertet.
Durch die zunehmende Verbreitung elektrisch unterstützter Fahrräder wird Radfahren auch in bergigen Regionen
und über längere Strecken attraktiv, die Bedeutung des Radverkehrs nimmt zu.
Wir wollen mehr Sicherheit und Sichtbarkeit für Radfahrer.
Deshalb bauen wir das Radwegenetz aus, schaffen weitere Abstellplätze für Fahrräder und Ladestationen für E-Bikes
und schließen Kelkheim an das Radschnellwegenetz an.
Die als Fischbachspange bezeichnete Verlängerung der B 8 bringt nicht die Lösung unserer Verkehrsprobleme.
Durch Verlagerung von Verkehrsströmen würde sie in Teilen von Fischbach und Ruppertshain zu einer deutlichen Zunahme des Verkehrs führen.
Und sie würde das beliebte Naherholungsgebiet zwischen Hornau, Fischbach und dem Rettershof zerstören.
Wir wollen die Natur erhalten.
Lösungen für die Verkehrsprobleme ohne eine Fischbachspange sind ein Hauptziel der ukw.

LEBEN IN KELKHEIM

Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen und Kulturen,
mit individuellen Stärken und Schwächen sowie mit verschiedenen Interessen und Berufen stellen in ihrer Vielfalt eine Bereicherung für unsere Stadt dar.
Wir möchten weiter dazu beitragen, das soziale Miteinander und die Teilhabe aller Kelkheimerinnen und Kelkheimer zu verbessern.
Unsere Vereine leisten eine wichtige Kulturarbeit und machen unsere Stadt für Jung und Alt lebenswerter.
Unzählige ehrenamtliche Aktive bereichern mit ihrem unermüdlichen Engagement die soziale, sportliche und kulturelle Landschaft.
Die Sportvereine tragen nicht nur zur Gesundheitsvorsorge bei.
Sie sind mit ihren vielfältigen Angeboten für alle Altersgruppen wichtiges Element einer sozialen Stadt.
Das gilt ebenso für die städtischen Kulturveranstaltungen, das Schwimmbad und die Stadtbücherei.
Diese Angebote sind unverzichtbar. Wir werden sie weiterhin finanziell ausreichend unterstützen.
Jugendliche brauchen Orte, um sich zu treffen, auszutauschen, ihren Interessen nachzugehen.
Kelkheim bietet Jugendtreffs in fast allen Stadtteilen.
Hier finden die Jugendlichen auch Beratung durch erwachsene Ansprechpartner
außerhalb von Familie und Schule. Die Öffnungszeiten und Angebote wollen wir ausweiten.
In Kelkheim gibt es vielseitige Angebote für Senioren.
Die Beratungsstelle „Älter werden in Kelkheim“ sowie einige kirchliche und private Organisationen
haben ein gut ausgebautes Netzwerk geschaffen, das wir weiter unterstützen möchten.
Wir machen den öffentlichen Raum barrierefrei.
Um die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen zu verbessern, wird auf Initiative von UKW und SPD ein Beirat für Inklusion gebildet.
Orientiert an der UN-Behindertenrechtskonvention wird sich der Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung und für ein Zusammenleben ohne Barrieren in einer inklusiven Gesellschaft einsetzen.
Durch inklusive Spielgeräte, die auch von Kindern mit Beeinträchtigungen benutzt werden können, werten wir Spielplätze auf.
Es gibt in Kelkheim viele Beispiele für gelungene Integration.
Geflüchtete sind in unserer Mitte angekommen und haben Arbeits- und Ausbildungsplätze in Kelkheimer Firmen gefunden.
Doch auch weiterhin ist die Integration eine wichtige Aufgabe.
Viele Kelkheimerinnen und Kelkheimer kümmern sich ehrenamtlich mit viel Zeit und Engagement um die neuen Mitbürger.
Dabei möchten wir sie weiter unterstützen.Gemeinsam mit Ihnen möchten wir die Stadt weiter aufwerten.
Besonders das Zentrum und die Ortskerne der einzelnen Stadtteile.
Bürgerbeteiligung ist für uns selbstverständlich.
Wenn alle zusammen Ideen einbringen und diese dann gemeinsam umgesetzt werden,
kann eine Gestaltung von öffentlichen Räumen und Freiflächen gelingen,
die Menschen miteinander in Kontakt bringt und das Wohlbefinden eines Jeden fördert.

EINKAUFEN IN KELKHEIM

Wir möchten, dass Sie in Kelkheim bekommen, was Sie brauchen. Dafür unterstützen wir die Geschäfte und werten die Stadtmitte und die Ortskerne auf, lassen ein Einzelhandelskonzept erarbeiten und fördern den Direktverkauf vom Bauern, etwa in Automaten.

FAMILIEN UND ALLEINERZIEHENDE UNTERSTÜTZEN

Verlässlichkeit für Eltern und Kinder ist uns wichtig. In den letzten Jahren haben wir das Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren (U 3) und für Grundschulkinder entsprechend der steigenden Nachfrage erheblich ausgeweitet.
Die Kosten für die Kinderbetreuung konnten wir für die meisten Eltern deutlich senken.
Die Elternbeiträge sind nun in allen Einrichtungen gleich und hängen nur von der Betreuungsdauer ab.
Die ukw bemüht sich um eine weitere Senkung der Kinderbetreuungskosten für Eltern.
Denn Kinder sind unsere Zukunft.

WOHNEN

Viele Kelkheimer Bürger, ob jung oder alt, Familien oder Menschen mit Beeinträchtigungen, suchen preiswerten Wohnraum.
Für diese Bürgerinnen und Bürger werden Wohnungen gebraucht, die wir im Moment nicht haben.
Gleichzeitig ist der Wohnbedarf eine Herausforderung für Klimaschutz und Ressourcenverbrauch.
Alle Bevölkerungsgruppen müssen in Kelkheim ein Zuhause finden können.
Deshalb sind besondere Anstrengungen zum Bau auch von bezahlbaren Wohnungen für untere und mittlere Einkommensgruppen erforderlich.
Die soziale Infrastruktur, kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, ÖPNV und Kinderbetreuung sowie ausreichend Frei- und Begegnungsflächen sind wichtig. Durch maßvolle Nachverdichtung wollen wir einem ausufernden Flächenverbrauch entgegenwirken.
Die UKW steht für nachhaltiges, preiswertes, barrierefreies und generationenübergreifendes Wohnen.

NATUR ERHALTEN

Wir leben in einer Stadt im Grünen – und das soll auch so bleiben.
Die Städte im Ballungsraum dürfen nicht zusammenwachsen.
Wald, Felder und Wiesen, Natur- und Erholungslandschaft müssen geschützt werden.
Der Bereich „Frankenwald“ zwischen Kloster und Hauptfriedhof
sowie das Gebiet „Schlämmer“ östlich der Königsteiner Straße werden mit der ukw nicht bebaut werden.
Im Bereich „Hornau West“ ist allenfalls ein kleiner Teil in fußläufiger Nähe zum Bahnhof als Wohnbebauung denkbar, z. B. als autofreies Quartier.
Die als „Fischbachspange“ bezeichnete Verlängerung der B 8 würde in Teilen von Fischbach und Ruppertshain zu einer deutlichen Zunahme des Verkehrs führen und das beliebte Naherholungsgebiet zwischen Hornau, Fischbach und dem Rettershof zerstören.
Dies zu verhindern ist ein Hauptziel der ukw.
Drei extrem trockene Jahre in Folge haben dem Wald zugesetzt.
Durch mehr naturbelassene, nicht bewirtschaftete Waldbereiche mit vernetzten Biotopen
wollen wir den Wald widerstandsfähiger machen gegen den Klimawandel.
Unser Programm zum Hochwasserschutz: Möglichst wenig Versiegelung, mehr Zisternen und begrünte Dächer
sowie Ausweisung von Regenrückhalte- und Überschwemmungsflächen im Außenbereich.
Das dient auch dem Grundwasserschutz.
Der Klimawandel fordert uns heraus.
Erhebliche Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgase sind erforderlich.
Das städtische Klimaschutzkonzept – ein Erfolg der ukw – zeigt Wege zur klimaneutralen Stadt.
Es geht um ressourcenschonende Energieerzeugung (mittels Photovoltaik, Solarthermie, Luft- und Erdwärmepumpen…)
und um Energieeinsparung (durch Gebäudesanierung und beim Verkehr.)
Ein städtischer Klimaschutzmanager wird die Maßnahmen koordinieren und die Bürger gezielt beraten.

FEUERWEHR, GAGERNSPANGE UND BAUGEBIET HORNAU WEST

Ob und in welchem Umfang das verwirklicht werden kann, hängt von den Ergebnissen verschiedener Gutachten ab, die zur Zeit erarbeitet werden.

FINANZEN

Keine Defizite im laufenden Betrieb. Die ukw steht für ausgeglichene Haushalte. Kreditfinanzierte Investitionen schaffen Werte, die Schulden werden während der Nutzungszeit zurückgezahlt.