Pressemitteilung: UKW fordert konkrete Verbesserungen für die RB12 – Verlässlicher Ersatzverkehr und mehr Transparenz müssen selbstverständlich werden

UKW fordert konkrete Verbesserungen für die RB12 – Verlässlicher Ersatzverkehr und mehr Transparenz müssen selbstverständlich werden

Beim RB12-Gipfel am 20.10.2026, der auf Antrag von CDU und SPD einberufen wurde, standen die anhaltenden Probleme auf der Bahnstrecke zwischen Königstein und Frankfurt im Mittelpunkt. Auf Initiative der UKW wurde die Einladung an die Vertreter von DB InfraGO, DB Regio, RMV und Regionaltangente West um einen umfangreichen Fragenkatalog ergänzt. Die Gäste wurden gebeten, die Antworten möglichst bereits zum Termin mitzubringen.

Erfreulich war, dass tatsächlich Entscheidungsträger und Verantwortliche aus den höheren Führungsebenen der beteiligten Unternehmen und Institutionen am Gipfel teilnahmen. Sie brachten konkrete Antworten mit und teilten die ihnen vorliegenden Informationen erfreulich offen. Dabei wurden auch Zahlen und Fakten genannt, die der Öffentlichkeit bislang in dieser Form nicht zugänglich waren. Fragen der anwesenden Mandatsträgerinnen und Mandatsträger sowie der Bürgerinnen und Bürger wurden ebenfalls offen und ehrlich beantwortet. Auch wenn die Antworten nicht immer Anlass zu großem Optimismus gaben, war der Gipfel ein wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz und einem konstruktiven Dialog.

Den Worten müssen jetzt allerdings konkrete Verbesserungen folgen. Denn die anhaltenden Einschränkungen auf der RB12 und die wiederkehrenden Probleme im Schienenersatzverkehr belasten die Fahrgäste aus Kelkheim erheblich. Mit den bevorstehenden Baumaßnahmen am Bahnhof Höchst für die Regionaltangente West (RTW) ist zudem absehbar, dass es in den kommenden Jahren häufiger zu Unterbrechungen des Zugverkehrs kommen wird.

UKW legt konkreten Maßnahmenkatalog vor

Um die Ergebnisse des RB12-Gipfels aufzugreifen und möglichst schnell spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste zu erreichen, bringt die UKW nun einen weiteren Antrag ein.
(Vorhergehende Anträge zur RB 12: 01-100/24, Fraktionsantrag Nr. 117 der UKW-Fraktion: RB 12 und Regionaltangente West, 04.11.2024, 23. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung
ungeändert beschlossen und 01-055/23, Fraktionsantrag Nr. 87 der UKW-Fraktion: Maßnahmen gegen Zugausfälle und Verspätungen auf der Linie RB 12, 08.08.2023. Darin wird der Magistrat aufgefordert, sich gegenüber den zuständigen Betreibern und dem RMV für konkrete Verbesserungen einzusetzen.)

Ein Schwerpunkt liegt auf einem verlässlicheren Schienenersatzverkehr:

  • Frühzeitige Abstimmung: Planbare Ersatzverkehre sollen rechtzeitig mit der Stadt Kelkheim abgestimmt werden.
  • Einheitliches Rahmenkonzept: Für kurzfristige Störungen soll ein Konzept mit möglichst gleichbleibenden Buslinien und Ersatzhaltestellen entwickelt werden, damit sich die Fahrgäste auch in Ausnahmesituationen besser orientieren können.
  • Ausreichende Kapazitäten: Die Ersatzbusse müssen genügend Platz bieten. Auch eine klare Kennzeichnung der Busse, Wege und Ersatzhaltestellen soll sichergestellt werden.
  • Häufigere Busverbindungen: Es soll geprüft werden, ob in den Hauptverkehrszeiten ein 15-Minuten-Takt im Schienenersatzverkehr ermöglicht werden kann.
  • Ein weiterer Schwerpunkt des UKW-Antrags ist die dauerhafte Verbesserung der Informationslage und der Kontrolle der Verkehrsleistung. Bis zur Wiederinbetriebnahme der Wasserstoffzüge soll der Betreiber der Stadt monatlich über die Situation auf der RB12 berichten. Dazu gehören u.a. insbesondere:
  • Verspätungen, Zugausfälle und deren jeweilige Ursachen,
  • Beschwerden von Fahrgästen und die Qualität des Schienenersatzverkehrs,
  • die Einführung einer Zielankunftsquote, bei der auch vollständige und teilweise Zugausfälle berücksichtigt werden,
  • die Wiederherstellung einer verlässlichen Pünktlichkeitsmessung auf der Gesamtstrecke Königstein–Frankfurt,
  • regelmäßige Angaben zur Verfügbarkeit der Fahrzeuge.

Auch bei der Fahrgastinformation sieht die UKW Handlungsbedarf. Verkürzte Züge sollen künftig rechtzeitig in den Apps und an den Anzeigetafeln angekündigt werden. Zudem soll überprüft werden, ob die bestellten Doppeltraktionen tatsächlich in der vorgesehenen Form eingesetzt werden.

Darüber hinaus fordert die UKW, die Ergebnisse von Kundenzufriedenheitsbefragungen zu veröffentlichen und zu prüfen, inwieweit Vertragsstrafen gezielt zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit eingesetzt werden können. Der Betreiber soll außerdem regelmäßig über geplante Verbesserungsmaßnahmen und deren tatsächlichen Umsetzungsstand berichten.

Nicht zuletzt soll die Möglichkeit eines durchgängigen Halbstundentakts an Sonn- und Feiertagen ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2027 erneut geprüft werden. Ein solches Angebot könnte die Attraktivität der Verbindung gerade am Wochenende deutlich erhöhen.


Transparenz ist der erste Schritt – jetzt müssen Taten folgen

Der RB12-Gipfel hat gezeigt, dass ein offener Austausch mit den Verantwortlichen möglich ist und durchaus wichtige Informationen ans Licht bringen kann. Für die Fahrgäste in Kelkheim zählt am Ende jedoch vor allem, dass sich ihre tägliche Situation verbessert.

„Die Menschen brauchen keine weiteren Vertröstungen, sondern eine Bahnverbindung, auf die sie sich verlassen können. Und wenn der Zug nicht fährt, muss wenigstens der Ersatzverkehr funktionieren. Dafür wollen wir klare Zuständigkeiten, verlässliche Informationen und überprüfbare Verbesserungen“, so die Fraktionsvorsitzende Doris Salmon zur Zielsetzung der UKW.

Mit ihrem Antrag möchte die UKW erreichen, dass die beim RB12-Gipfel gewonnenen Erkenntnisse nicht folgenlos bleiben, sondern in konkrete und messbare Maßnahmen münden. Denn gute Mobilität bedeutet auch, dass Fahrgäste ihre Wege zuverlässig planen können – und zwar nicht nur an guten Tagen.

Pressemitteilung: UKW fordert konkrete Verbesserungen für die RB12 – Verlässlicher Ersatzverkehr und mehr Transparenz müssen selbstverständlich werden
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